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AFCA presents its Annual Report for 2022

The AFCA again set an example for free and fair competition in 2022. Interim Director General Natalie Harsdorf-Borsch presented AFCA’s Annual Report for 2022 to the Parliament’s Committee on Economy, Industry and Energy on 21 June 2023.

The Austrian Federal Competition Authority (AFCA) was set up in 2002 as an independent competition watchdog and celebrated its 20th anniversary in 2022.

Taking stock, at a glance

In summary, 2022 was a particularly successful year for the AFCA and for competition in Austria.

“I wish to thank my team for their unwavering commitment to protecting and strengthening competition in the Austrian market. Competition control is particularly important these days, and we will continue to work towards a competitive economy for all consumers,” stated interim Director General Natalie Harsdorf-Borsch.

Merger control

In 2022 there were 340 national merger notifications, which means that each AFCA case handler examined an average of eight mergers in relation to potential negative effects for competition.

The slightly lower number of merger notifications compared with the previous year is due to an amendment of the Federal Cartel Act in 2021. At the AFCA’s proposal, the prerequisites for a merger becoming subject to notification were narrowed in order to ensure a more targeted examination and a sensible use of resources.

The Metro/AGM (food wholesale industry) merger, which was notified on 2 September 2021, was submitted by the AFCA to the Cartel Court for an in-depth review. This review led to significant conditions being imposed to prevent negative effects on competition. We were also able to secure conditions for the mergers of Salzburger Alpenmilch/Gmundner Molkerei (ultimately not implemented) as well as Gmundner Molkerei/Milchwerk, guaranteeing in particular a minimum package to secure the dairy farmers’ situation.

Antitrust enforcement

In 2022, the AFCA carried out 13 dawn raids by court order (e.g. in the beverage and wood pellets industry and the waste management sector), with one of these dawn raids for the first time being due to suspected market abuse. At the AFCA’s request, the Cartel Court imposed more than EUR 91 million in fines due to cartel law infringements. Since the AFCA was established, the Cartel Court has imposed fines of approximately EUR 348 million.

We received four applications for leniency and 83 whistleblower reports in total. These figures are a testament to the level of trust that businesses and market participants place in us and our cooperation programmes. Their cooperation helps us to investigate and put an end to concerted practices.

Market inquiries

In 2022, the AFCA conducted several inquiries into various markets. The market inquiry into the fuel market focused on the rising petrol and diesel prices, with results being presented within just a few months. The AFCA also looked into the market for EV charging infrastructure and made recommendations for effective competition in this sector of the economy. Our inquiry into the food sector, which was launched in the autumn of 2022, is another example of continuing significance.

Advocacy and transparency - preventive action

Advocacy and preventive action were further topics focused on by the AFCA during the past year. We published additional position papers on current topics and submitted statements on various legal proposals.

We were also able to hold our Cartel Law Moot Court 2022 at our offices once again. All participating students threw themselves into the event, showing off their depth of knowledge.

Publication of annual reports on activities

The AFCA publishes an Annual Report every year. After consultation with the Competition Commission, the Annual Report must be presented to the Parliament by the Federal Ministry of Labour and Economy without delay. The Annual Report was unanimously approved by the Parliament’s Committee on Economy, Industry and Energy.

All charts contained in the Annual report may be downloaded here and used free of charge for seminars, workshops, events, publications etc.

Annual Report of the Austrian Federal Competition Authority 2022 (currently available in German)

Die BWB wurde im Jahr 2002 als unabhängige Wettbewerbsbehörde eingerichtet und feierte im Jahr 2022 ihr 20-jähriges Bestehen.

BWB-Bilanz auf einem Blick

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass 2022 ein besonders erfolgreiches Jahr für die BWB und den Wettbewerb in Österreich war.

„Ich bedanke mich bei meinem Team für das tagtägliche Engagement, den Wettbewerb auf dem österreichischen Markt zu schützen und zu stärken. Gerade jetzt ist die Wettbewerbskontrolle besonders wichtig und wir setzen unseren Einsatz für die Konsumenten bzw. Konsumentinnen und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft fort!“,so a.i. Dr. Natalie Harsdorf-Borsch.

Fusionskontrolle

Im Jahr 2022 wurden insgesamt 340 nationale Zusammenschlüsse angemeldet. Jeder Case Handler der BWB überprüfte somit durchschnittlich etwa acht Fusionen auf mögliche negative Auswirkungen für den Wettbewerb.

Die zum Vorjahr vergleichsweise etwas geringere Anzahl an Zusammenschlussanmeldungen lässt sich durch die Novellierung des Kartellgesetzes im Jahr 2021 erklären, mit der auf Anregung der BWB die Voraussetzungen für die Anmeldebedürftigkeit von Zusammenschlüssen enger gezogen wurden, um eine treffsichere Prüfung und einen sinnvollen Einsatz der Ressourcen sicherzustellen.

Der am 02.09.2021 bei der BWB angemeldete Zusammenschluss Metro/AGM (Lebensmittelgroßhandel) wurde seitens der BWB dem Kartellgericht zur vertiefenden Prüfung vorgelegt. Dies führte zu wesentlichen Auflagen, um negative Auswirkungen auf den Wettbewerb zu verhindern. Auch bei den Zusammenschlüssen der Salzburger Alpenmilch/Gmundner Molkerei (nicht durchgeführt letztlich) sowie Gmundner Molkerei/Milchwerk konnte die BWB Auflagen erreichen, die insbesondere ein Mindestgarantiepaket für die Situation der Milchbauern und Milchbäuerinnen garantierten.

Kartellverfolgung

Die BWB führte 13 Hausdurchsuchungen per gerichtliche Anordnung im Jahr 2022 durch (ua im Bereich der Getränkewirtschaft, der Pellets und der Abfallwirtschaft). Darunter war erstmals eine Hausdurchsuchung wegen Verdacht auf Marktmachtmissbrauch. Auf Anträge der BWB an das Kartellgericht wurden mehr als 91 Mio. Euro an Geldbußen wegen Kartellverstößen verhängt. Seit Bestehen der BWB wurden ca. 348 Millionen Euro verhängt.

Insgesamt wurden vier Kronzeugenanträge bei der BWB gestellt und 83 Whistleblowingmeldungen eingebracht. Diese Zahlen zeigen, dass es Vertrauen seitens der Unternehmen und Marktteilnehmer in die BWB und ihre Kooperationsprogramme gibt. Das ist ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Verfolgung von geheimen Absprachen.

Marktuntersuchungen

Die BWB führte im Jahr 2022 mehrere Marktuntersuchungen in unterschiedlichen Märkten durch. Die Marktuntersuchung Kraftstoffmarkt hatte die steigenden Benzin- und Dieselpreise im Fokus und es gelang innerhalb weniger Monate Ergebnisse vorzulegen. Des Weiteren beschäftigte sich die BWB mit dem Markt der E-Ladeinfrastruktur und legte Empfehlungen für einen funktionierenden Wettbewerb in diesem Sektor vor. Von wesentlicher laufender Bedeutung ist die im Herbst 2022 gestartete Untersuchung im Lebensmittelsektor.

Advocacy und Transparenz - Präventionsarbeit der BWB

Darüber hinaus stand auch wieder Advocacy und Präventionsarbeit im Fokus der BWB. Dabei wurden unter anderem wieder Standpunkte zu aktuellen Themen veröffentlicht und Stellungnahmen zu legistischen Vorhaben abgegeben.

Der Kartellrecht Moot Court 2022 konnte wieder in den Räumlichkeiten der BWB gehalten werden. Die Studierenden überzeugten mit hohem Engagement und Wissen.

Jährliche Veröffentlichung des Tätigkeitsberichts

Die BWB veröffentlicht jährlich einen Tätigkeitsbericht. Dieser ist nach Anhörung der Wettbewerbskommission vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft unverzüglich dem Parlament vorzulegen. Der Tätigkeitsbericht wurde vom Ausschuss für Wirtschaft, Industrie und Energie des Parlaments einstimmig angenommen.

Unter Downloads können die Grafiken des Tätigkeitsberichts separat heruntergeladen werden und kostenlos für Schulungen, Workshops, Events, Publikationen etc. verwendet werden.

Tätigkeitsbericht Bundeswettbewerbsbehörde 2022