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Geldbuße wegen verbotener Durchführung gegen Lagardère Travel Retail Austria GmbH

Auf Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) verhängte das Kartellgericht mit Beschluss gegen die Lagardère Travel Retail Austria GmbH und die Schmitt & Trunk Buch und Presse GmbH & Co. KG eine Geldbuße iHv EUR 17.500.

Durch die Bestellung eines der beiden Geschäftsführer der Lagardère Travel Retail Austria GmbH zu einem der beiden Geschäftsführer der CP Convenience Partner GmbH wurde zwischen den Gesellschaften im Zeitraum vom 3.5.2017 bis zum 10.10.2017 eine Personengleichheit in der Geschäftsführung herbeigeführt. Eine solche Personengleichheit stellt einen eigenen Zusammenschlusstatbestand dar und wäre bei der Bundeswettbewerbsbehörde anzumelden gewesen.

Der Beschluss ist rechtskräftig.

Erklärung: Unter einer verbotenen Durchführung versteht man die Durchführung anmeldepflichtiger Zusammenschlüsse, die ohne Genehmigung durch die BWB oder das Kartellgericht bzw. in anderer Art und Weise als freigegeben durchgeführt wurden. Wegen verbotener Durchführungen hat das Kartellgericht gemäß § 29 Abs 1 lit a KartG Geldbußen zu verhängen.