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BWB/Z-3817 Bundeswettbewerbsbehörde stellt keinen Prüfungsantrag im Zusammenschlussverfahren BGO Holding GmbH; hali gmbh; svoboda büromöbel gmbh

Bei der Bundeswettbewerbsbehörde wurde am 12.02.2018 folgender Zusammenschluss angemeldet:

Der Erwerb sämtlicher Anteile an hali gmbh (Eferding) und svoboda büromöbel gmbh (St. Pölten) durch die BGO Holding GmbH (Wien).

Betroffener Markt: Das Zusammenschlussvorhaben betrifft die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Büro- und Sitzmöbel.

Die BWB hat mit den Zusammenschlussparteien umfangreiche Pränotifikationsgespräche geführt und einen Markttest mit 300 Kundenbefragungen und 172 Auskunftsverlangen an Wettbewerber im In- und Ausland durchgeführt.

Generell hat die BWB 4 Wochen Zeit einen Zusammenschluss zu prüfen (Phase I). Der Prüfaufwand war in diesem Fall erhöht, da es kaum rechtliche Entscheidungspraxis der Europäischen Kommission oder anderer Wettbewerbsbehörden für den Büromöbel-Markt gibt.

Die Anmelderin hat am 09.03.2018 die Verlängerung der Frist zur Stellung eines Prüfungsantrages um zwei Wochen beantragt. Die Frist zur Stellung eines Prüfungsantrages durch die Amtsparteien verlängerte sich um zwei Wochen und zwar bis zum 26.03.2018.

Es wurden intensive Gespräche geführt sowie Stellungnahmen, Positionen und Gutachten geprüft. Um möglichen Wettbewerbsproblemen zu begegnen, wurde von den Unternehmen ein Auflagenpaket vorgelegt.

Die Unternehmen haben folgende Verpflichtungserklärungen als Auflagen angeboten:

  1. Erhalt von Produktionsstandorten.
  2. Erhalt von Marken.
  3. Das Preisniveau bleibt bei gleicher Qualität für Bestandskunden unverändert (Ausnahme: Inflationsanpassung).
  4. Hali und Svoboda sind bei Angebotslegung und Preisgestaltungen weisungsfrei.
  5. Regelmäßige Berichtspflicht der BGO Holding GmbH.

Die Auflagen sind unter folgendem Link abrufbar:

Weiterführende Informationen:

Zusammenschlussanmeldung BWB/Z-3817