COMPETITION CONFERENCE 2014 | Best Practices in Investigations

Die Competition Conference | Best  practices in investigations organisiert von der Bundeswettbewerbsbehörde stand ganz im Zeichen der erfolgreichen Tätigkeit sowie des internationalen Erfahrungsaustausches der Europäischen Wettbewerbsbehörden und Wettbewerbsbehörden aus Drittstaaten.

Es wurde im Rahmen der zweitägigen Konferenz mit mehr als 200 Teilnehmern aus über 30 Nationen über die besten Methoden zu Ermittlungen und Settlement-Verfahren, die Unabhängigkeit und institutionellen Rahmenbedingungen für Wettbewerbsbehörden sowie die Ermittlungs- und Entscheidungsbefugnisse im Verhältnis zu Rechtsstaatlichkeit und Verteidigungsrechten diskutiert.

Exzellente Redner

Unter den hochrangigen Rednern der Konferenz befanden sich unter anderem der Vizepräsident des Europäischen Gerichtshofs, Koen Lenaerts, der über Rechtsstaatlichkeit in Wettbewerbsfällen referierte, der Präsident der belgischen Wettbewerbsbehörde, Jacques Steenbergen, der sich in seinem Referat der Unabhängigkeit und institutionellen Struktur vor allem kleinerer Wettbewerbsbehörden widmete, sowie der Präsident der französischen Wettbewerbsbehörde, Bruno Lasserre.

Generaldirektor für Wettbewerb der Europäischen Kommission - Alexander Italianer 

Ein weiterer der vielen hervorragenden Gastredner der Competition Conference, Generaldirektor für Wettbewerb der Europäischen Kommission - Alexander Italianer, hob in seiner Programmrede die Notwendigkeit starker nationaler Wettbewerbsbehörden in den EU-Mitgliedstaaten, die Ihre Arbeit unabhängig und neutral wahrnehmen müssen, um gegenüber Unternehmen und der Allgemeinheit glaubwürdig zu sein, hervor. Dazu sei es notwendig, die Behörden mit ausreichenden budgetären Mitteln sowie ausreichend qualifiziertem Personal auszustatten und die politische Einflussnahme sowohl bei der Bestellung von Personal, der Prioritätensetzung bei der Verfolgung von Wettbewerbsverstößen sowie der Budgetausstattung und -verwendung hintanzuhalten. Zudem müssten die Wettbewerbsbehörden mit effektiven Untersuchungs- und Entscheidungsbefugnissen ausgestattet werden, für deren effektive Nutzung wiederum ausreichend Budget und Personal notwendig sei. Abschließend wies er darauf hin, dass der Rat der Europäischen Union seit 2013 eine Stärkung der Ressourcen der Bundeswettbewerbsbehörde fordert, es Österreich bis heute jedoch verabsäumt habe, diese zu stärken. 

Unterzeichnung eines "Memorandum of Understanding" 

Mit der albanischen und tunesischen Wettbewerbsbehörde wurde im Rahmen der Konferenz jeweils ein Memorandum of Understanding für eine künftige Kooperation unterzeichnet.

Vollzug von Wettbewerbsrecht dient vor allem dem Konsumentenschutz

Der Generaldirektor der Bundeswettbewerbsbehörde, Dr. Theodor Thanner, betonte in seinen Schlussworten die Notwendigkeit der Stärkung der internationalen Beziehungen sowie die Wichtigkeit einen effektiven Vollzug von Wettbewerbsrecht zu gewährleisten, da wettbewerbsrechtliche Vorschriften vor allem auch dem Konsumentenschutz und damit der Gesellschaft als Ganzes dienen. Da die Competition Conference am ersten Tag nur für Wettbewerbsbehörden und ausgewählte Institutionen war und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, finden Sie hier die Präsentationen nur vom zweiten Tag, welcher öffentlich zugänglich war.

Competition Conference - Programm
Key Note Speech Alexander Italianer Director- General for Competition (EUKOM)
Panel III - Präsentation von Eduardo Prieto Kessler
Panel III - Präsentation von Sabine Zigelski
Panel III - Speaking Notes von Jacques Steenbergen
Panel IV - Speaking Notes von Koen Lenaerts
Panel IV - Präsentation von Francisco Marcos
Panel IV - Präsentation von Astrid Ablasser Neuhuber
Panel IV - Präsentation von Eksteen Maritz
Panel IV - Speaking Notes von Bruno Lasserre