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BWB/K-496 Wagner & Jüptner GmbH

​Wien, am 19.05.2017. Auf Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) verhängte das Kartellgericht mit Beschluss vom 26.1.2017 (27 Kt 12/16s) gegen die Wagner & Jüptner GmbH eine Geldbuße in Höhe von EUR 22.500,00 wegen kartellrechtswidrigen Preisabsprachen, Kundenaufteilungen und/oder kartellrechtswidrigen horizontalen Informationsaustauschs mit Mitbewerbern in Bezug auf beschränkte Vergabeverfahren im Bereich Trockenbau, insbesondere in Wien sowie Niederösterreich und Steiermark im Zeitraum 2011 bis 2014.

Zwischen Wagner & Jüptner GmbH und mehreren anderen Mitbewerbern bestand ein System, sich wechselseitig durch Abgabe von Deckangeboten zu unterstützen. Betroffen sind Bauaufträge von privaten und öffentlichen Auftraggebern im Unterschwellenbereich. Die Preisabsprachen und Aufteilungen von Märkten führten zu einer Reduktion des Bieterwettbewerbs bei Vergabeverfahren.

Wagner & Jüptner GmbH stellte den Sachverhalt außer Streit.

Zur Höhe der Geldbuße:
Über das Vermögen der Wagner & Jüptner GmbH wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet (3 S 2/17i HG; Wien am 9.1.2017). Dies hat bei der Bemessung der Bußgeldhöhe Berücksichtigung gefunden.


Weiterführende Informationen:
Die gesamte Entscheidung sowie die betroffenen Bauvorhaben sind in der Ediktsdatei abrufbar.
Pressemitteilung der BWB zu den Ermittlungen in der Trockenbaubranche.