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Telekom Austria / Tele2: Keine Bedenken gegen Zusammenschluss

Telekom Austria (TA) hatte am 12.11.2007 den beabsichtigten Kauf von 100% der Anteile an TWAUSMOB GmbH, genauer den Geschäftsbereich Mobilfunk der Tele2 Telecommunications GmbH ("tele2"), angemeldet. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat am 10.12.2007 wegen anfänglicher Bedenken einen Prüfungsantrag gestellt.

Betroffener Markt
Das Vorhaben berührt das Mobilfunkgeschäft der tele2; betroffen war der Markt für mobile Telekommunikationsdienstleistungen für Endkunden. Auf diesem Markt gibt es eine minimale Marktanteilsaddition der beiden Telekom-Unternehmen, es bestanden jedoch letztlich keine Bedenken gegen den Zusammenschluss. Dies wurde von der Telekom-Regulierungsbehörde (RTR GmbH) gegenüber dem Kartellgericht bestätigt.

Verpflichtungszusagen
Außerhalb des kartellgerichtlichen Verfahrens führten die BWB, der Bundeskartellanwalt und Telekom Austria Gespräche, in den sich die TA zu Verpflichtungszusagen bereit erklärte, weshalb die Bundeswettbewerbsbehörde ihren Prüfungsantrag vorzeitig zurückziehen konnte. Die von TA übernommenen Verpflichtungen wirken - theoretisch denkbaren - negativen Auswirkungen des Zusammenschlusses entgegen. Die Verpflichtungszusagen werden erst nach dem Closing des Zusammenschlusses, voraussichtlich Anfang April 2008, veröffentlicht werden.

"Durch den Zusammenschluss kommt es zu keinen nachteiligen Entwicklungen für Handybenutzer", erklärte Generaldirektor für Wettbewerb Theodor Thanner.