Zusammenschluss Styria - ET Multimedia wird von Kartellgericht geprüft16.3.2005Anfang des Jahres wurde die beabsichtigte Erhöhung der derzeitigen Beteiligung von Styria Medien AG (Styria) an ET Multimedia AG (ETM) von 16,8 % auf über 50 % beim Kartellgericht angemeldet. Zur Styria-Gruppe gehören u.a. die Tageszeitungen "Die Presse" und die "Kleine Zeitung", ETM verlegt v.a. Wirtschafts- und Frauenmagazine wie z.B. "New Business", "Skip", "Wienerin", "Miss - die junge Wienerin" und ist zu 50 % am "Wirtschaftsblatt" beteiligt. Die BWB hat umfangreiche Ermittlungen angestellt und u.a. Auskunftsverlangen versandt, um die tatsächlichen Konkurrenzbeziehungen zwischen Tages-, Wochenzeitungen und Magazinen auf dem Leser- und vor allem auf dem Anzeigenmarkt zu eruieren und damit die Auswirkungen des Zusammenschlusses zu prüfen. Aufgrund der Analyse geht die BWB von einem Markt für österreichweite Qualitätstageszeitungen aus, dem u.a. "Die Presse" und das "Wirtschaftsblatt" zuzurechnen sind. Während der Zusammenschluss auf dem Magazinmarkt von der BWB durchaus begrüßt wird, hat die BWB v.a. auf dem Markt für österreichweite Qualitätstageszeitungen Bedenken, u.a. im Hinblick auf eine allfällige Beeinträchtigung der Medienvielfalt. Die BWB hat daher Mitte Februar einen Antrag auf Prüfung vor dem Kartellgericht gestellt, parallel jedoch mit den Anmeldern über mögliche Auflagen verhandelt, die die Bedenken der BWB ausräumen würden. Sie betrafen v.a. die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Redaktionen sowie das Verbot möglicher Kombiangebote zwischen Presse und Wirtschaftsblatt. Da jedoch keine Einigung erzielt werden konnte, wird der Zusammenschluss nun umfassend vom Kartellgericht geprüft. Ein Beschluss wird Ende Mai erwartet. |
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